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Ovimbundu ( auch Mbundu ) Angola Die Ovimbundu stellen die grösste Ethnie in Angola dar, die Bevölkerung des Stammes der Ovimbundu wird auf weit über 4 Millionen Menschen geschätzt. Trotz der Grösse des Stammes sind die Werke der Ovimbundu verhältnismässig selten anzutreffen, das Kunstschaffen scheint nicht so verbreitet wie bei den benachbarten Chokwe zu sein. Neben der Verzierung von Gebrauchsgegenständen konzentriert sich die Schnitzkunst auf Statuetten und Ahnenfiguren, hier ist besonders der Typ Nana Yakoma zu erwähnen der als Mädchenfigur, oft anmutig ausgeführt, die traditionelle Wächterin des heiligen Feuers verkörpert. Stilistisch gibt es bei der Kunst der Ovimbundu Ähnlichkeiten mit den Werken der Chokwe und auch der Luena. Diese haben sich lange Zeit gegenseitig beeinflusst und machen in manchen Fällen die genaue Zuordnung nicht immer ganz einfach und auch bei den Werken der Ovimbundu ist häufig eine Feinheit und Liebe zum Detail zu erkennen. Auch bei den Ovimbundu (Mbundu) ist heute das Christentum weit verbreitet, die Anhänger der ursprünglichen Religion sind offiziell in der Minderheit. Es gibt vereinzelt qualitativ und künstlerisch hochwertige Figuren die aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen und bis heute eine Fortführung der alten Kulte vermuten lassen. |
![]() Ahnenfigur Nana Yakoma Ovimbundu / Angola |
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